Villa 102: Kultur- und Dialogplattform
Online-Ausstellung

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Rundgang durch Geschichte und Gegenwart

Rundgang durch Geschichte und Gegenwart: Die 1912/13 erbaute Villa spiegelt die großbürgerliche Epoche ebenso wider, wie das engagierte Wirken vieler jüdischen Bewohner der Stadt. Mit deren Entrechtung, Vertreibung und Ermordung während des „Dritten Reichs“ ist die Villa genauso untrennbar verbunden wie mit den Themen „Arisierung“, Einbindung in die NS-Zukunftspläne, Bombenkrieg und Restitution.

Darüber hinaus ist das Bauwerk ein Repräsentant der Besatzungszeit in der Mainmetropole wie auch der die Stadt prägenden Wirtschaftskraft und Kreativität. Zuletzt entwickelte sich die Villa zu einem über die Grenzen der Stadt hinaus wirkenden Zentrum für den kulturellen und bürgerlichen Dialog. Eine Ausstellung, welche zur Eröffnung der Villa 102 im September 2018 zu sehen war, macht diese Geschichte erlebbar. Hier fassen wir die wesentlichen Inhalte zusammen.

Geschichte der Villa 102

Auch Gebäude haben „Lebensläufe“: Die Geschichte der Bockenheimer Landstraße 102 repräsentiert das Schicksal vieler ehemaliger Großbürgervillen Frankfurts. Als Kulturdenkmal ist sie Zeugnis des historischen Erbes der Stadt.

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Die Sondheimers und jüdisches Leben in Frankfurt

Dr. phil. Albert Sondheimer (1876-1942) erwarb die Villa mitsamt der Inneneinrichtung 1918. Der jüdische Industrielle war Teilhaber der Metallfirma Beer, Sondheimer und Co. Sondheimer galt als Philanthrop, er engagierte sich für vielfältige gesellschaftliche und soziale Zwecke. 1932 emigrierte er mit Frau und Töchtern angesichts der zunehmend antisemitischen Stimmung in Deutschland nach Den Haag. 1937 wurde die Villa „arisiert“: Die Stadt Frankfurt erwarb sie unter Preis. 1939 emigrierten die Sondheimers schließlich in die USA. 1950 wurde die Villa restituiert.

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Die Villa in der Kriegszeit

1939-1945 war die Villa Sitz der Gesellschaft Reichsarboretum e. V. Über ihr Leben in der Dienstwohnung des stellvertretenden Geschäftsführers Franz Boerner – und die Nächte im Luftschutzkeller des Hauses – berichtet dessen Tochter Renate Boerner-Manz.

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Haus der Bücher

Literatur prägte die Villa 102 in ihrer Geschichte so stark, dass sie als „Haus der Bücher“ tituliert wurde. Den Anfang machten die Bibliotheken der Sondheimers, der Boerners und des Reichsarboretums.

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Später waren es die Bücherwände verschiedener Philosophen, die als Archivzentrum der Stadt- und Universitätsbibliothek im Haus auf Besucher warteten. Nachhaltig im Bewusstsein der Region verankert ist das Gebäude durch seine Funktion als Literaturhaus von 1990 bis 2005.

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Frankfurter Kulturdenkmal

Die Sanierung des Kulturdenkmals war eine große Herausforderung. Hand in Hand mit dem Denkmalschutz gelang es den Verfall zu stoppen und die Villa in ihren ursprünglichen Zustand zurückzuversetzen.

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KfW Stiftung

Unter dem Leitgedanken „Raum für anderes Denken“ findet in der KfW Stiftung das gesellschaftliche Engagement der KfW ein langfristiges Zuhause. Seit der Gründung 2012 stehen die Stiftungsschwerpunkte Verantwortliches Unternehmertum, Soziales Engagement, Umwelt und Klima sowie Kunst und Kultur im Vordergrund ihres Engagements. Die großen Herausforderungen wie Globalisierung, Demografie sowie Umwelt- und Klimaveränderungen bestimmen die Zielrichtung ihrer Arbeit. Die KfW Stiftung versteht sich als Ideengeberin und Impulsverstärkerin. Deshalb ist es ihr ein Anliegen, über ihre Arbeit zu informieren und sie bekannt zu machen. Die Villa 102 bietet das geeignete Umfeld für AndersDenker: einen Ort für den lebendigen Austausch mit der Öffentlichkeit zu allen Themen, Projekten und Initiativen der KfW Stiftung.

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KfW Bankengruppe – 70 Jahre Verantwortung

Der Werdegang der KfW ist eng verbunden mit der wirtschaftlichen Entwicklung der Bundesrepublik Deutschland. Seit ihrer Gründung 1948 unterstützt die KfW im Rahmen ihres gesetzlichen Auftrags den Wandel und treibt zukunftsweisende Ideen voran: in Deutschland, in Europa und in der Welt. Dafür hat sie in sieben Jahrzehnten über eine Billion Euro als Darlehen vergeben.

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Plattform für Kultur und Dialog

Als lebendiges Kulturdenkmal wird die Villa 102 Veranstaltungen der KfW und der KfW Stiſtung als Plattform für den regionalen und internationalen Dialog fortführen. Die KfW wird die spannende und wechselvolle Geschichte des Hauses als Schnittstelle des Dialogs mit

Vertretern von Gesellschaſt, Kultur, Politik und Wirtschaſt fortschreiben. Die Villa 102 soll wieder zu einem Symbol des Dialogs und des Austauschs werden. Insbesondere die KfW Stiſtung wird mit Projekten zu den großen gesellschaſtlichen Herausforderungen Globalisierung, Umwelt- und Klimaschutz, demografischer Wandel sowie den Bereichen Kunst und Kultur im Gebäude präsent sein.

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